UVV Jährliche Sicherheitsunterweisung für Staplerfahrer

Jährliche Sicherheitsunterweisung
nach DGUV

Auszug aus der neuen DGUV Vorschrift 1

Der Unternehmer hat den Versicherten die für Ihren Arbeitsbereich oder für Ihre Tätigkeit relevanten Inhalte der geltenden Unfallverhütungsvorschrift und Regeln der Unfallversicherungsträger sowie des einschlägigen staatlichen Vorschriften und Regelwerkes in verständlicher Weise zu vermitteln. 

Unterweisungen sind ein fester Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes ( Sicherheit und Gesundheitsschutz ).

Darüber hinaus ergibt  sich die Verpflichtung zur Unterweisung auch aus einer Vielzahl von Gesetzen , Verordnungen und anderen Vorschriften .

Wussten Sie eigentlich was passieren kann , wenn keine jährliche Sicherheitsunterweisung erfolgte und
ein schwerer Unfall passiert ?

Wenn das Verschulden dem Unternehmer von der Berufsgenossenschaft nachzuweisen ist, kann die Berufsgenossenschaft empfindliche Strafen verhängen und im Falle eines Mitarbeiters, der ins Krankenhaus oder längern Zeitraum behandelt werden muss, kann die Berufgenossenschaft den Betriebsinhaber in Regress nehmen.

Folgen einer unzureichenden oder fehlenden Unterweisung

Tritt aufgrund einer unzureichenden oder fehlenden Unterweisung ein Schadensfall ein, kann es sein, dass die Berufsgenossenschaft die durch den Unfall entstandenen Kosten nicht trägt und der Unfallversicherungsträger den Arbeitgeber in Regress nimmt.

Viel gravierender sind aber die folgen der Haftung für den Arbeitgeber bzw. den mit der Unterweisung der Fahrer beauftragten Meister oder Leiter des Fuhrparkes, wenn wegen ungenügender oder fehlender Unterweisung Bußgelder wegen Ordnungswidrigkeiten oder sogar strafrechtliche Folgen drohen. Denn der Unfallversicherungsträger kann nicht nur Anordnungen erlassen, sondern auch bei Verstoß gegen diese ein Bußgeld verhängen.

Die gesetzlich vorgeschriebene jährliche Unterweisung dient vor allem der Unfallverhütung. Ihre Kenntnisse zu geltenden Vorschriften werden vertieft und wieder aufgefrischt. Es werden Wissenslücken gefüllt und riskante Verhaltensweisen bewusst gemacht. Die eigene Pflichterfüllung wird geschärft und fördert somit die eigene Betriebssicherheit sowie minimiert das Unfallrisiko.

Das Fahr- und Bedienpersonal ist somit trotz erfolgter Ausbildung in regelmäßigen Zeitabständen, jedoch jährlich mindestens einmal, zu unterweisen. Dies ist durch die Unfallverhütungsvorschrift »Allgemeine Vorschriften« DGUV Vorschrift 1 und im Arbeitsschutzgesetz § 12 vorgeschrieben.